Marcel Couraud (* 20. Oktober 1912 in Limoges; † 14. September 1986 in Loches) war ein französischer Dirigent.
Couraud studierte Orgel bei André Marchal in Paris und besuchte dort die
École normale de musique. Außerdem belegte er Kurse in Komposition bei Nadia Boulanger und in Orchesterleitung bei
Charles Münch.
1944 gründete er das
Ensemble Vocal Marcel-Couraud, mit dem er neben Chansons und Madrigalen der Renaissancezeit (u.a. von
Orlando di Lasso und
Claudio Monteverdi) auch Werke zeitgenössischer Komponisten wie
Trois Petites Liturgies de la présence divine von
Olivier Messiaen aufführte und aufnahm. Er leitete das Ensemble bis 1954 und dirigierte dann den Bachchor und das Bachorchester Stuttgart.
Seit 1967 war er Leiter der Rundfunkchöre des ORTF. Aus deren Mitgliedern bildete er im Folgejahr die
Groupe Vocal de France, mit der er zeitgenössische Werke wie
Cinq Rechants von Messiaen, das
Dodécaméron von Ivo Malec,
Récitatif, air et variations von
Gilbert Amy,
Nuits von
Iannis Xenakis und die
Sonate à douze von Betsy Jolas aufführte.